Hegels Naturphilosophie – Die Idee in ihrem Anderssein
Was von ihr bleibt und woran es hängt
📕 E-BookEdition Hegel-Interpretationen · Naturphilosophie
Hegels Naturphilosophie hat den schlechtesten Ruf seines Systems. Dieses Buch prüft, was der Ruf trifft und was er verfehlt.
Der Ruf hängt an Sätzen wie dem, Hegel habe bewiesen, zwischen Mars und Jupiter könne kein Planet sein – und die Ceres übersehen. Das Buch zeigt am Wortlaut von 1801, dass Hegel das nicht behauptet hat, und benennt zugleich, worin er tatsächlich irrte. So geht es durchweg vor: Es hält drei Dinge auseinander, die verschieden schnell altern – die Methode, den Stand der Wissenschaft um 1830 und Hegels Behauptungen über Einzelnes wie Farbenlehre, Pendel oder Magnetstab. Wer Hegel einen Irrtum im Einzelnen nachweist, hat damit noch nichts gegen die Methode gezeigt, wohl aber gegen einen Gebrauch, den er von ihr macht.
Was am Ende bleibt, ist eine Theorie der Stufen: eine Ordnung der Natur danach, wie viel Selbstbeziehung ihre Zusammenhänge enthalten – vom bloßen Nebeneinander im Raum über das Sonnensystem bis zum Organismus, der sich selbst erhält. Das Buch hält diese Ordnung an heutige Begriffe wie Emergenz, Selbstorganisation und Autopoiesis und fragt, was Leben in jeder denkbaren Ausprägung erfordert. Wo Hegels Aussagen mit dem heutigen Stand von Physik, Chemie oder Biologie verglichen werden, sind die Absätze eigens gekennzeichnet.
Aufbau
Erster Teil: Hegels Naturphilosophie. Nach einer Klärung, was die Naturphilosophie unternimmt und was die Logik für sie liefert, geht das Buch Hegels drei Abteilungen durch: die Mechanik mit der Newton-Kritik, der Planetenlegende und der Fehlerliste, die M. J. Petry Stelle für Stelle erarbeitet hat; die Physik, den schwächsten Teil; die Organik mit Pflanze und Tier, Grenzfällen wie Viren und Ökosystemen und der Frage nach der Evolution. Die Abteilung Was bleibt zieht die Bilanz.
Zweiter Teil: Die Rezeption. Hegels Schüler Rosenkranz, Erdmann und Michelet, die Gegner, aus deren Urteilen der Ruf stammt – Schopenhauer, die Naturforscher Liebig, Schleiden und Helmholtz, dazu Haym und Lange, mit Engels als Gegenrechnung –, die Historiker Neuser und Petry, in der Gegenwart Stekeler und Winfield. Ein Glossar erschließt Hegels Begriffe zur Natur.
Das Besondere
Das Buch nennt Fehler Fehler und zählt auch, was Hegel richtig sah: Den Wärmestoff und den Schallstoff hat er mit Recht abgelehnt. Es unterscheidet, was in Hegels gedrucktem Text steht und was erst aus den Zusätzen der Herausgeber stammt, die zum Teil einen um fünfundzwanzig Jahre älteren Stand wiedergeben. Und es entwirft keine neue Naturphilosophie, sondern hält fest, woran die Vorgänger gescheitert sind – die Bedingung dafür, eine zu schreiben.
Verhältnis zu den anderen Büchern
Die logischen Werkzeuge entwickelt Hegels Logik – Logik des Denkens ausführlich. Wo die Natur beim Tier endet, setzt Hegels Philosophie des subjektiven Geistes – Wie aus Natur ein Wille wird mit dem Menschen ein, der weiß, dass er einer von seiner Gattung ist. Den Ort der Naturphilosophie im Ganzen zeigt Hegels System als Ganzes – Eine Landkarte.
Bibliographie
- Jahr
- 2026
- Edition
- Edition Hegel-Interpretationen · Naturphilosophie
- Lizenz
- Copyright
Bezugsquellen
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Preis: 19.90 EUR/USD
| Sprache | Bücher | Format | Kaufen |
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